4. Juli 2018

DROVA

DROVA

 

Entwicklung einer DROhnenbasierten VerkehrsAnalyse zur Optimierung der Nutzung bestehender Infrastruktur von BAB mit Evaluierung zur Eignung für ein Online-Verkehrsmonitoring – DROVA

 

Nach der erfolgreichen Entwicklung und ersten Erprobungen der Methodik zur Analyse des Verkehrsablaufs auf Autobahnen unter Einsatz von drohnenbasierte Videoaufnahmen bei Sky-High-Views GbR seit 2014 wurde im Rahmen des Förderprogramms mFUND des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Programm mFUND ein Antrag für ein Forschungsprojekt gestellt. Dabei wurde eine Kooperation mit dem Institut für Straßenwesen Aachen RWTH Aachen (Konsortialpartner), dem Landesbetrieb Straßenbau NRW (assoziierter Projektpartner) und Sky-High-Views Philipp Gerlach & Thomas Gerlach GbR (als Nachunternehmer von GETRASOL) begründet, um das Projekt DROVA unter Bündelung der Kompetenzen erfolgreich abwickeln zu können. Mit Zuwendungsbescheid aus 07/2017 wird das Projekt unter dem Förderkennzeichen 19F2041B planmäßig bis 06/2020 laufen.

Ziel des Forschungsprojektes DROVA ist unter Einbindung von drohnenbasierter Videoaufnahmen die Entwicklung automatisierter, bildverarbeitender Analysemethoden und die Ableitung mikroskopischer Verkehrsdaten. Anhand zweier ausgewählter Anwendungen werden Methoden entwickelt und als funktionsfähige Prototypen umgesetzt, die in einem verkehrstechnisch funktional zusammenhängenden Bereich der Autobahn eine vollständige Erhebung und Analyse der Interaktion von Einzelfahrzeugen zulassen. Dabei werden exemplarisch für den Bereich der Verkehrstelematik Zuflussregelungsanlagen an hochbelasteten Einfahrten sowie als Sonderfall der temporären Verkehrsführung Arbeitsstellen längerer Dauer einschließlich des Richtungswechselbetriebs fokussiert. Auf Grundlage der Ergebnisse und Erfahrungen aus der Anwendung der zu entwickelnden Methodik ist anschließend die Bewertung der Eignung des Verfahrens für ein Online-Verkehrsmonitoring mit darauf aufbauender Steuerung vorgesehen.

Das Kernziel des Forschungsvorhabens DROVA ist daher die Erfassung von Einzelfahrzeugen in einem verkehrstechnisch zusammenhängenden Bereich für ein relevantes Zeitintervall als 3D-Fahrlinien zur systematischen Analyse der räumlich-zeitlichen Interaktion von Einzelfahrzeugen im Längs- und Querverkehr. Dies umfasst die Bewegung im Lageplan mit Erfassung des Spurbezugs unter Vernachlässigung des Höhenplans über die Zeit.

Ausgehend von der vorstehend bezeichneten Methodik ist ein weiteres Ziel des Vorhabens, eine detaillierte Analyse der Einzelfahrzeuginteraktion zu ermöglichen, welche mittels Unterscheidung von Abständen und Geschwindigkeiten sowie deren Variation eine neuartige Bewertung des Verkehrsablaufs zulässt.

Auf dieser Grundlage soll eine gezielte Nutzenoptimierung von vorhandener Infrastruktur oder auch die Nutzung der Verbesserungspotenziale von betrieblichen Maßnahmen herbeigeführt werden. Hierzu soll DROVA die Erhebung der notwendigen Eingangsdaten und deren Aufbereitung bis hin zum Analyseergebnis kosteneffizient und ohne Eingriff in den Verkehrsraum ermöglichen.